25.11.2026 - 09:30, Verhandlungsbeginn
26.11.2026, Fortsetzung der Verhandlung
27.11.2026, Fortsetzung der Verhandlung
03.12.2026, Fortsetzung der Verhandlung
04.12.2026, Fortsetzung der Verhandlung

Ort: I Gerichtssaal
Fall: CA.2025.33

Art der Delikte

Berufungsverhandlung; A., C., und D. (Berufungsführer) gegen die Bundesanwaltschaft (Anschlussberufungsführerin) wegen passiver Bestechung fremder Amtsträger (bezüglich A.; Art. 322septies Abs. 2 StGB) und aktiver Bestechung fremder Amtsträger (bezüglich C. und D.; Art. 322septies Abs. 1, betreffend D. i.V.m. Art. 102 Abs. 2 StGB).



Bemerkungen

A., C. und die D.-Gruppe haben Berufung und die Bundesanwaltschaft hat Anschlussberufung gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2023.49 vom 31. Januar 2025 eingelegt, mit dem A. wegen passiver Bestechung fremder Amtsträger, C. wegen aktiver Bestechung fremder Amtsträger und die D.-Gruppe wegen aktiver Bestechung fremder Amtsträger i.V.m. Art. 102 Abs. 2 StGB verurteilt wurden. A. wird im Wesentlichen vorgeworfen, in seiner Eigenschaft als ausländischer Amtsträger, zwischen April 2009 und Oktober 2011, nicht gebührende Vorteile in Form von Banküberweisungen, Bargeldübergaben sowie Zahlung von Hotel- und Verpflegungskosten angenommen zu haben, die ihm insbesondere von B. und C. gewährt wurden. C. wird vorgeworfen, A. zwischen Juli 2009 und Oktober 2011, in Mittäterschaft mit B., im Namen der D.-Gruppe, nicht gebührende Vorteile in Form von Banküberweisungen und Bargeldübergaben gewährt zu haben. Der D.-Gruppe wird vorgeworfen, zwischen April 2009 und Oktober 2011 nicht alle angemessenen und notwendigen organisatorischen Massnahmen innerhalb des Unternehmens getroffen zu haben, um die aktive Bestechung ausländischer Amtsträger zu verhindern. Gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2023.49 vom 31. Januar 2025 wurde in Bezug auf B. keine Berufung eingelegt. Er ist daher nicht Partei im Berufungsverfahren.



Spruchkörper: Berufungskammer, Kollegialgericht

Sprache: Französisch
30.11.2026 - 09:15, Verhandlungsbeginn

Ort: I Gerichtssaal
Fall: CA.2026.7

Art der Delikte

Berufungsverhandlung in Sachen Beschuldigter A. (Berufungsführer) gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2025.34 vom 12. Dezember 2025 in der Strafsache Bundesanwaltschaft und Privatklägerschaft B. (Anschlussberufungsführerin) gegen A. wegen versuchten Mordes (Art. 112 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB).  



Bemerkungen

Mit Urteil SK.2025.34 vom 12. Dezember 2025 befand die Strafkammer des Bundesstrafgerichts den Beschuldigten A. des versuchten Mordes, der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, der qualifizierten und der mehrfachen (einfachen) Sachbeschädigung sowie mehrerer Widerhandlungen gegen das SVG und die ARV für schuldig. Als Sanktionen fällte die Strafkammer eine Freiheitsstrafe von 17 Jahren und 6 Monaten sowie eine Busse in Höhe von CHF 300.-- aus, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe zugunsten einer stationären therapeutischen Massnahme nach Art. 59 StGB aufgeschoben wurde. Daneben wurde ein Kontakt- und Rayonverbot betreffend die Privatklägerin / das Opfer B. angeordnet, und der Beschuldigte wurde verpflichtet, ihr eine Genugtuung im Betrag von CHF 20'000.-- zu bezahlen. Von der Anerkennung der Schadenersatzforderungen von B. im Betrag von CHF 5'884.85 und CHF 244.90 zzgl. Zins sowie der grundsätzlichen Haftpflicht des A. in Bezug auf dessen Heilungs- und Therapiekosten wurde Vormerk genommen, wobei B. zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs auf den Zivilweg verwiesen wurde. Sodann wurde im erstinstanzlichen Urteil davon Vormerk genommen, dass A. die Forderungen der weiteren Privatkläger grossmehrheitlich anerkannte. B. wurde im Mehrbetrag des Anerkannten Teils ihrer Forderung auf den Zivilweg verwiesen. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers C. wurde abgewiesen. In seiner Berufungserklärung beantragt A. einen Freispruch vom Vorwurf des versuchten Mordes, wobei er in Bestätigung der übrigen erstinstanzlichen Schuldsprüche unter Anrechnung des bereits erstandenen Freiheitsentzugs zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 1,5 Monaten zu verurteilen sei. Ferner beantragt A. die Abweisung der Zivilklage von B. betreffend die Heilungs- und Therapiekosten sowie der Genugtuung. In ihrer Anschlussberufung beantragt B., A. sei zur Zahlung einer Genugtuung in Höhe von CHF 30'000.-- zu verpflichten, und es behielt sich die Geltendmachung von weiteren Schadenersatzforderungen vor. Weitere Verfahrensparteien gingen nicht in Berufung oder Anschlussberufung.



Spruchkörper: Berufungskammer, Kollegialgericht

Sprache: Deutsch
01.12.2026 - 13:30, Entscheidverkündung

Ort: I Gerichtssaal
Fall: CA.2025.3

Art der Delikte

Berufungsverhandlung; Bundesanwaltschaft (Berufungsführerin), Ousman SONKO (Berufungsführer) sowie B., C., D., E., F., G., H, I., Erbengemeinschaft J. und K. (Berufungsführer) gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2023.23 vom 15. Mai 2025 in der Strafsache Bundesanwaltschaft gegen Ousman SONKO wegen:

  • Mord (Art. 112 aStGB) eventualiter vorsätzlicher Tötung (Art. 111 aStGB) subeventualiter vorsätzlicher Tötung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. a StGB)
  • Mehrfacher schwerer Körperverletzung (Art. 122 Abs. 3 aStGB) eventualiter mehrfacher Folter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. f StGB)
  • Mehrfacher Gefährdung des Lebens (Art. 129 aStGB) eventualiter mehrfacher Folter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. f StGB)
  • Mehrfacher Nötigung (Art. 181 aStGB) eventualiter mehrfacher Folter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. f StGB)
  • Mehrfacher Vergewaltigung (Art. 190 Abs. 1 aStGB) eventualiter mehrfacher Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung durch Vergewaltigung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. g StGB)
  • Mehrfacher qualifizierter Freiheitsberaubung (Art. 183 Ziff. 1 i.V.m. Art. 184 Abs. 3 und 4 aStGB) eventualiter mehrfacher Freiheitsberaubung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. d StGB)
  • Mehrfacher vorsätzlicher Tötung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. a StGB) teilweise eventualiter vorsätzlichem Nichtverhindern der Tötung als Vorgesetzter (Art. 264a Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 264k Abs. 1 StGB)
  • Mehrfacher Folter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. f StGB) eventualiter mehrfachem vorsätzlichem Nichtverhindern von Folter als Vorgesetzter (Art. 264a Abs. 1 lit. f i.V.m. Art. 264k Abs. 1 StGB)
  • Mehrfacher Freiheitsberaubung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. d StGB) eventualiter mehrfachem vorsätzlichem Nichtverhindern von Freiheitsberaubung als Vorgesetzter (Art. 264a Abs. 1 lit. d i.V.m. Art. 264k Abs. 1 StGB).


Bemerkungen

Die Bundesanwaltschaft, Ousman SONKO sowie (als Privatklägerschaft) B., C., D., E., F., G., H, I., Erbengemeinschaft J. und K. haben gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2023.23 vom 15. Mai 2025 je Berufung erklärt.

Mit diesem Urteil wurde das Verfahren gegen Ousman SONKO eingestellt betreffend den Vorwurf

  • der mehrfachen Vergewaltigung (Art. 190 Abs. 1 aStGB) etc. zum Nachteil von G. (Anklageziffer 1.5.2);
  • der Vergewaltigung (Art. 190 Abs. 1 aStGB) etc. zum Nachteil von C. (Anklageziffer 1.5.3.5).

Ousman SONKO wurde schuldig gesprochen

  • der mehrfachen vorsätzlichen Tötung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. a StGB) von L., M. und N.;
  • der mehrfachen Freiheitsberaubung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. d StGB) zum Nachteil von B., C., D., E. und F.;
  • der mehrfachen Folter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Art. 264a Abs. 1 lit. f StGB) zum Nachteil von B., C., D., E., F., N., J., O., H., I. und P.


Spruchkörper: Berufungskammer, Kollegialgericht

Sprache: Deutsch